Tornados
Letzte Aktualisierung dieser Seite am 11.05.2010 um 12:20 Uhr.

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Fujitascala TORRO-Scala Leben eines Tornados

Von der Superzelle zum Tornado

Unter geeigneten Bedingungen entwickelt sich im Zentrum einer Superzelle als letzte Steigerung ein sehr schnell rotierender Aufwindschlauch, genannt Mesozyklone. Im Bestreben weitere Energie aufzunehmen, wächst dieser bei zunehmender Rotationsgeschwindigkeit immer abwärts, bis er begleitet von pausenlosen Blitzen und einem Trommelfeuer oft riesiger Hagelkörner, als Tornado den Boden erreicht hat.

Es gibt zwei sichere Anzeichen dafür, dass sich ein Unwetter zu einem Tornado steigert: das Unheil kündende Ausbauchen der sonst flachen Obergrenze des Gewitterambosses, das besagt, dass die Aufwinde bereits stark genug sind, bis in die Stratosphäre hinein vorzustoßen, und als zweites das erscheinen von Mammatus-Wolken an der Untergrenze der Superzelle

Jeder kreisende Gegenstand, z.B. Ball an einer Schnur, beschleunigt seine Bewegung, wenn er näher zur Rotationsachse hingezogen wird, auf diese Weise bewahrt er sein Drehmoment. Rotierende Winde verhalten sich ähnlich, wenn ein Starkes, durch eine Gewittersuperzelle erzeugtes Tiefdruckzentrum sie nach innen zieht: Ein sanfter Wind von 10 km/h, der in sechs Km Abstand vom Zentrum zirkuliert, enthält z.B. genügend Energie, um einen 250 km/h schnellen Tornado von 400m Durchmesser zu erzeugen.

Entstehung ohne Mesozyklone

Auch hier ist ein aufsteigen feuchtwarmer Luft nötig. Im Gegensatz zur Mesozyklone rotiert diese Zelle aber nicht. Die Rotation der aufsteigenden Luft kann durch Windscherung hervorgerufen werden. Durch das aufsteigen der Luft entsteht wieder ein Tiefdruckzentrum und die feuchtwarme Luft kondensiert und beschleunigt sich.

Windscherung tritt sehr häufig an so genannten Konvergenzlinien auf. Das sind Zonen, wo Druckgegensätze zum Beispiel zwischen einem Hochdruck- und einem Tiefdruckgebiet ausgeglichen werden. Diese Strömungen verlaufen Horizontal und lösen bodennahe Wirbel aus. Trifft nun die feucht warme Luft der Warmfront eines Tiefs auf etwas kühlere trockene Luft eines Hochs, so wird die Warmfront zum Aufgleiten auf die kühlere Luft gezwungen. Ein Gewitter kann entstehen. Geraten diese bodennahen Wirbel in den Aufwindbereich dieser Gewitter, werden sie noch verstärkt und ein Tornado kann entstehen. Reicht die Energie nicht aus um den Rüssel nachweislich bis zum Boden herabreichen zu lassen, spricht man von einem Funnel.

Tornados werden nicht nur nach ihrer Windgeschwindigkeit eingestuft, sonder auch nach dem Grad der Zerstörung, den sie anrichten. Diese Einteilung wurde von Tetsuya Theodore Fujita entwickelt und teilt die Tornados in 6 Kategorien ein. Diese Einteilung wird auch Fujitascala genannt. Diese Scala ist auf Amerikanische Verhältnisse (z.B. Leichtbauweise der Häuser) optimiert. Für den Europäischen Raum wird die TORRO-Scala benutzt. Diese erfasst auch Tornados mit geringer Rotationsgeschwindigkeit. Solche Tornados werden als unkritisch bezeichnet.

Tornado = Windhose, Großtrombe, Twister

Entstehung_Tornado1