Letzte Aktualisierung dieser Seite am 11.05.2010 um 12:20 Uhr.
Der Lebenskreis eines zyklonischen Sturms beginnt entlang einer Front. In der hier dargestellten Folge hat sich eine stationäre Front gebildet, an der kalte Luft die aus Süden heranziehende Warmluft aufhält.
Von der Corioliskraft gegen den Uhrzeigersinn abgelenkt, beginnen die feindlichen Luftmassen - begrenzt durch Warm- und Kaltfronten - um ein sich verstärendes Tiefdruckgebiet zu rotieren.
Während die feuchtigkeitsgeladene Warmluft sich tiefer in die kalte Luftmasse hineinschiebt, kühlt sie beim Aufsteigen ab und setzt Niederschlag frei. Die Kaltfront stößt in die Flanke der eindringenden Warmluft.
Regen und zyklonische Winde nehmen zu, wenn die Kaltluft die eindringende Warmluft zusammendrückt. Die Niederschläge breiten sich jetzt weiter entlang beider Fronten aus, aber die Kaltfrontwinde sind heftiger.
Die warme Luftmasse, durch die Kaltfront vom Nachschub abgeschnitten, hebt sich vom Boden hoch und bildet eine Okklusionsfront - eine Front, die nur in der Höhe besteht. Aus der Höhe regnet es noch weiter.
Die vollkommen isolierte Warmfront löst sich auf; die warme Luft regnet ihre letzte Feuchtigkeit ab, und der Wind legt sich. Die stationäre Front bildet sich neu, und ein neuer Sturmzyklus kann sich entwickeln.